{"id":6233,"date":"2021-08-07T09:11:51","date_gmt":"2021-08-07T09:11:51","guid":{"rendered":"https:\/\/bottlerain.com\/?page_id=6233"},"modified":"2021-09-14T21:35:10","modified_gmt":"2021-09-14T21:35:10","slug":"mischkonsum-volle-pulle-leer","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/bottlerain.com\/?page_id=6233","title":{"rendered":"MischKonsum        Es geht voran!"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"Fehlfarben - Ein Jahr (es geht voran)\" width=\"701\" height=\"526\" data-src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/3ckAlX7mSno?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAAAAACH5BAEKAAEALAAAAAABAAEAAAICTAEAOw==\" class=\"lazyload\" data-load-mode=\"1\"><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2>Willi-Joe- Die Panzerknacker &amp; der F\u00fchrerschein!<\/h2>\n\n\n\n<p>Autos waren immer genauso wichtig, wie  die Hundek\u00f6ttel auf dem B\u00fcrgersteig. Sie mussten einfach nur rollen und zweckm\u00e4ssig sein und man durfte am besten nicht damit ausrutschen. <\/p>\n\n\n\n<p>Ein Auto in dem man nicht schlafen oder v\u00f6geln konnte, war zwar m\u00f6glich, aber nicht zweckm\u00e4ssig. <\/p>\n\n\n\n<p>Also fuhren wir fast nur Combi, denn damit konnten wir den <em>Personen Nah Verkehr <\/em>erg\u00e4nzen und alles fahren, was im wahrsten Sinne des Wortes, hinten rein passte, und  um nebenbei damit zu wirtschaften. Es ging auf und ab mit den Autos. Leute die Ihre Autos mehr liebten als ihr Kind, wuschen und polierten, kamen bei uns nicht in die T\u00fcte.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Es war null wichtig, Lack ab oder dran. <\/p>\n\n\n\n<p>Den abgefallenen Auspuff haben wir einfach mit Klebeband dran geklebt oder gleich weg gelassen. Das wichtigste nach der bestandenen F\u00fchrerschein Pr\u00fcfung auf 2,4 Promille, ungelogen, waren.die Cops. Es war wichtig sie fr\u00fch genug zu bemerken, um dem Notstand hinterm Lenkrad gen\u00fcge zu tun. <\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt viele Auto Geschichten in diesem Leben. Die Adac Mitgliedskarte war auf jeden Fall wichtiger als der F\u00fchrerschein oder die neue von Bill Gates und der WHo finanzierte Kreditkarte der Antifa. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery columns-1 is-cropped\"><ul class=\"blocks-gallery-grid\"><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" width=\"810\" height=\"764\" data-src=\"https:\/\/bottlerain.com\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Lumii_20210807_184240224.jpg\" alt=\"\" data-id=\"6260\" data-full-url=\"https:\/\/bottlerain.com\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Lumii_20210807_184240224.jpg\" data-link=\"https:\/\/bottlerain.com\/?attachment_id=6260\" class=\"wp-image-6260 lazyload\" data-srcset=\"https:\/\/bottlerain.com\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Lumii_20210807_184240224.jpg 810w, https:\/\/bottlerain.com\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Lumii_20210807_184240224-300x283.jpg 300w, https:\/\/bottlerain.com\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Lumii_20210807_184240224-150x141.jpg 150w, https:\/\/bottlerain.com\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Lumii_20210807_184240224-768x724.jpg 768w, https:\/\/bottlerain.com\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Lumii_20210807_184240224-318x300.jpg 318w\" data-sizes=\"(max-width: 810px) 100vw, 810px\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAAAAACH5BAEKAAEALAAAAAABAAEAAAICTAEAOw==\" style=\"--smush-placeholder-width: 810px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 810\/764;\" \/><noscript><img loading=\"lazy\" width=\"810\" height=\"764\" src=\"https:\/\/bottlerain.com\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Lumii_20210807_184240224.jpg\" alt=\"\" data-id=\"6260\" data-full-url=\"https:\/\/bottlerain.com\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Lumii_20210807_184240224.jpg\" data-link=\"https:\/\/bottlerain.com\/?attachment_id=6260\" class=\"wp-image-6260\" srcset=\"https:\/\/bottlerain.com\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Lumii_20210807_184240224.jpg 810w, https:\/\/bottlerain.com\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Lumii_20210807_184240224-300x283.jpg 300w, https:\/\/bottlerain.com\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Lumii_20210807_184240224-150x141.jpg 150w, https:\/\/bottlerain.com\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Lumii_20210807_184240224-768x724.jpg 768w, https:\/\/bottlerain.com\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Lumii_20210807_184240224-318x300.jpg 318w\" sizes=\"(max-width: 810px) 100vw, 810px\" \/><\/noscript><\/figure><\/li><\/ul><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Irgendwann konnten wir uns sogar die <strong>Goldene AdAc Mitgliedskarte<\/strong> leisten, die den Verkehr und unsere Autos, die wir f\u00fcr n fuffi kauften, damit auf deutschlands Strassen, extrem aufwerteten. <\/p>\n\n\n\n<p>Die eine oder andere \u00fcberraschende Liebesnacht in Adac Hotels, irgendwo unweit der Notrufs\u00e4ule bereicherte unsere Libido mit der Liebsten, welche uns fuhr, oder begleitete, mindestens alle 666 km. <\/p>\n\n\n\n<p>Oder man machte es sich selbst, weil die Karre, meistens, aber so gut wie jedes Wochenende, Freitags nach Feierabend, liegen blieb. <\/p>\n\n\n\n<p>Unsere Stimme war dem ADAC Pannendienst bereits ein Begriff. Ach sie schon wieder&#8230; Wir hatten gerade von Ihnen gesprochen, teilten mir die Abschlepper mit. <\/p>\n\n\n\n<p>Nicht nur die Jungs von der Stasi auf der Transitstrecke nach Berlin lernten wir \u00fcber die heissen Norrufs\u00e4ulen jenseits der Strasse kennen. <\/p>\n\n\n\n<p>Frieden mit dem Nachbarn war seinerzeit dennoch nicht machbar. Mit Nackenstarre Honecker und unser Kanzler Birne war damals nicht gut Kirschen essen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Pipi voll mit Eierlik\u00f6r,aus den Intershops, waren die Pers\u00f6nlichen Erg\u00fcsse, der Ost West Beziehung, die auf dem Todestreifen der inner deutschen Grenze versackten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die <strong><em>goldene ADAC Mitgliedskarte<\/em><\/strong> war das gefundene Fressen von Panne zu Panne und Notruf zu Notruf, ob von Ost oder bis west. In der Regel war unser Tank immer voll, aber Tank unserer Autos hingegen, bis auf den letzten Tropfen Sprit durch kalkuliert. Am Ziel waren wir immer leer und manch ein Bagger der Autobahn Baustelle diente als Zapds\u00e4ule, nat\u00fcrlich beim Tanken mit bitterem Beigeschmack. Die Not befl\u00fcgelte unseren Fortbewegungsdrang. So ging es kreuz und quer durch Europa.<\/p>\n\n\n\n<h2>Lass uns auf die Reise gehen<\/h2>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"Witth\u00fcser &amp; Westrupp- Lasst uns auf die Reise gehn....\" width=\"701\" height=\"526\" data-src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/kZySIGUOhQ0?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAAAAACH5BAEKAAEALAAAAAABAAEAAAICTAEAOw==\" class=\"lazyload\" data-load-mode=\"1\"><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p>Ganz wild waren die Bremsen von Willis orangenen VW Passat Variant. Die funktionierten immer nur, wenn die Schrottkarre zum T\u00dcV musste. <\/p>\n\n\n\n<p>Sobald die Belege abgefahren waren, bremsten wir ohne Bremsen oder maximal mit der Halterung auf den Bremsscheiben. <\/p>\n\n\n\n<p>Die waren dann auch irgendwann durch und dann wurde es irre laut bei uns an Bord. Die Bremsen gingen einfach deshalb nicht mehr, weil es einfach keine mehr gab. <\/p>\n\n\n\n<p> Wir mussten auf der Autobahn immer ausrollen um die Abfahrt nicht zu verpassen, was uns nicht immer gelang. <\/p>\n\n\n\n<p>Dann nahmen wir die n\u00e4chste, w\u00e4hrend Willie sich, mit starren Blick, auf den linken R\u00fcckFahrtspiegel eingerastet, unaufhaltsam, im tiefsten Ganya Koma, die Finger durch seine Locken drehte.  <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"Kraftwerk - Autobahn (Official Music Video) HD\" width=\"701\" height=\"394\" data-src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/FLoqr70JvVU?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAAAAACH5BAEKAAEALAAAAAABAAEAAAICTAEAOw==\" class=\"lazyload\" data-load-mode=\"1\"><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Handbremse gab immer wieder ihren Rest in den Steilkurven der Autobahnausfahrten.<\/p>\n\n\n\n<p>Willi, war immer voll breit auf dem Fahrer-Sitz mit uns unterwegs, sonst w\u00e4re das Auto wahrscheinlich auch gar nicht angesprungen.  <\/p>\n\n\n\n<p>Er kraulte sich, extrem relaxt hinterm Lenkrad auf dem &#8222;Highway to Hell&#8220; mit seiner linken Hand in den Locken herum, wobei seine Blicke mehr, dem Seitenspiegel gewidmet waren, als der ordentlichen Deutschen Strassenverkehrsordnung jenseits der eigentlichen Windschutz Scheibe. <\/p>\n\n\n\n<p>Denn es gab noch mehr als uns in diesem orange saftigen VWeh Passat, n\u00e4mlich da draussen lungerten, die verhassten Cops, die niemand von uns wollte.<\/p>\n\n\n\n<p>Die PKW R\u00fcckspiegel waren extrem wichtig, damit wir sehen konnten, ob die Bullen uns mal wieder  hinten, an der verbogenen mit Seil befestigten Sto\u00dfstange klebten. Meistens war der Kofferraum voll mit bekifften Leuten, mit uns auf Tour  durch Deutschland von Klub zu Klub und Blubber zu Blubber. <\/p>\n\n\n\n<p>Der Kofferraumdeckel vom Passat Kombi musste, wie so vieles an diesem saftig geilen orangenem Spacemobil, immer mit Seilen von aussen zugebunden werden, damit die Leute, w\u00e4hrend der Fahrt nicht hinten raus flogen oder raus gekippt sind. <\/p>\n\n\n\n<p>Manchmal waren wir 12 Leute in dieser Karre namens PKW. 3  Leute vorne, 5 oder 6 Leute auf der Mittelbank und 4 Leute hinten im Kofferraum. Irgendwer lag noch quer \u00fcber die Beine <\/p>\n\n\n\n<p>An Bord war immer was los, beste Stimmung und man konnte kaum seine Beifahrer erkennen, so zugequalmt und S\u00fcss war die vernebelte Luft. <\/p>\n\n\n\n<p>Willi hatte die Ruhe weg. Wenn es dann nachts nach Hause ging, fuhr meistens Assi, nat\u00fcrlich vom F\u00fchrerschein befreit. <\/p>\n\n\n\n<p>Assi und Willi, waren auf dem R\u00fcckweg r\u00fcckw\u00e4rts, unser Dream Team. W\u00e4hrend Willie nonstop Joints baute und Blubber stopfte, hing nun Assi und lenkte diesen Passat Variant total voll benebelt, am Lenkrad drehend, Richtung Osnabr\u00fcck. <\/p>\n\n\n\n<p>Manchmal mussten wir tats\u00e4chlich umdrehen, weil mal wieder die Motorhaube weg geflogen war, und die Seile mit der sie befestigt war, vom Fahrtwind gerissen waren und keiner mehr wusste, wo pl\u00f6tzlich die Motorhaube war. Ich \u00fcbertreibe nicht. <\/p>\n\n\n\n<p>Das passierte \u00f6fters mal, auch mit unserem Wohnwagen, auf dem Weg zum <strong>Open Air Festival nach Eindhoven<\/strong>, der pl\u00f6tzlich nicht mehr an der Anh\u00e4nger Kuppel hin, sondern irgendwo vor einer Strassen Laterne, in irgendeinem Dorf und keiner hats bemerkt. <\/p>\n\n\n\n<p>Wir haben aber immer alles irgendwann wieder gefunden und meistens war es dann doch etwas peinlich, die im Garten, uns unbekannten, Unkraut zupfendenden holl\u00e4ndischen Anwohner, nach einem Besen zu fragen um den Wohnwagen, oder sagen wir besser, die Reste davon, von der Stra\u00dfe zu fegen. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Stra\u00dfen Beleuchtung der viel zu engen holl\u00e4ndischen Strassen, wurde kollektiv zusammen aufgerichtet, gerade gebogen, in Form gebracht und weiter ging&#8217;s auf dem <strong>High Way.<\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p>Alle Wege f\u00fchren im Leben, immer von unten nach oben. In diesen F\u00e4llen auch diese.<\/p>\n\n\n\n<p>Warum aber immer alles verloren gegangen ist, ohne das irgendwer von der <strong>High Society<\/strong> etwas davon mit bekam, das ist mir bis heute ein riesen R\u00e4tsel geblieben. <\/p>\n\n\n\n<p>Selbst die Leute im Kofferraum wussten von nix, dabei sassen sie doch quasi mit ihrem Arsch auf der Anh\u00e4nger Kupplung. <\/p>\n\n\n\n<p>Wir waren uns aber in einem Punkt alle einig, wir hatten als wir losfuhren, tats\u00e4chlich einen Wohnwagen hinten dran.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn die Bullen, also die viereckigen Scheinwerfer der Polizei Streifen, im R\u00fcckspiegel auftauchten, machten Willie und Assi den fliegenden Fahrerwechsel. <\/p>\n\n\n\n<p>Der war schon richtig einge\u00fcbt und funktionierte reibungslos, w\u00e4hrend die Bullen uns von hinten immer n\u00e4her kamen. <\/p>\n\n\n\n<p>Noch bevor sie uns anhielten, war der fliegende Fahrerwechsel bereits angeschlossen und alles juristisch gesehen in bester Ordnung. <\/p>\n\n\n\n<p>Es gab ja ein Gl\u00fcck noch keine bescheuerten Drogentests, wie heute.<\/p>\n\n\n\n<p>Der fliegende Fahrerwechsel war auch deshalb sehr wichtig, weil Assi hatte ja gar keine Fahrerlaubnis. <\/p>\n\n\n\n<p>Also lenkte der Beifahrer und bediente das Gaspedal gleichzeitig, w\u00e4hrend Assi und Willi, die Pl\u00e4tze \u00fcber den Schaltknauf hinweg tauschten. <\/p>\n\n\n\n<p>Wir kamen von T\u00dcV zu T\u00dcV immer heile zu Hause an. <\/p>\n\n\n\n<p>Meistens auf Fresstrip.<\/p>\n\n\n\n<h2>Joe knallt mit der neuen Limousine seiner Eltern vor die Mauer und keiner hats gemerkt.<\/h2>\n\n\n\n<p>Joe, war mega lieb und immer krass unterwegs\u2026 <\/p>\n\n\n\n<p>Mitten in der Nacht sind wir  mit der ziemlich neuen Limousine der Eltern, im Umland von Tecklenburg, zwischen osnabr\u00fcck und M\u00fcnster, total breit vor ne Mauer geknallt. <\/p>\n\n\n\n<p>Ich hatte auf dem Beifahrersitz <strong><em>nichts davon mitbekommen, so sch\u00f6n hatte ich getr\u00e4umt<\/em><\/strong>. Doch auch dieser Alpaum, jenseits der Alpen, wurde wahr, wie fast alle Tr\u00e4ume und Intuitionen wahr werden, in diesem Leben.<\/p>\n\n\n\n<p>Denn als ich am n\u00e4chsten Morgen wach wurde, auf meinem  Beifahrersitz, sah ich wie Joe die H\u00e4nde \u00fcber den Kopf zusammen geschlagen, draussen um das neue teure Auto lief, und die Kotfl\u00fcgel sowie s\u00e4mtliche Bleche des Neuwagen zurecht bog, damit das Auto wieder rollen konnte. <\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2>Der l\u00e4ngste Satz im Blog<\/h2>\n\n\n\n<p>Kaum rollte das schwer demolierte KFZ dann wieder, fuhren wir v\u00f6llig zerbeult und zerst\u00f6rt, mit dieser einstigen Edelkarre, entgegen dem Gesetz der Deutschen Strassenverkehrsordnung, erneut und  pl\u00f6tzlich, v\u00f6llig \u00fcberrascht, wider erwartend, einem quietsch gr\u00fcnen Passat, mit 5 Senioren an Bord, die wohl gerade zum Kaffee Kr\u00e4nzchen wollten , weil Opi im Wagen vor uns, pl\u00f6tzlich vor einem Zebrastreifen voll in die Eisen ging, aufgrund dessen, das irgendeine flotte Blondine ohne zu gucken, dar\u00fcber h\u00fcpfte und Opa scharf bremste, so das Joe und ich erneut keine andere Chance hatten, 14 Minuten sp\u00e4ter, nach dem Mauercrash, frontal mit der gerade eben noch, grade gebogenen Limousine, <em><strong>zur anschliessenden Freude der <\/strong><\/em>Eltern, dem Senioren Kr\u00e4nzchen im Passat vor uns, erneut, ein zweites mal, unabwendbar, mit einem riesen Knall, von hinten rein zu brettern. <\/p>\n\n\n\n<p>Das geile war, der Opa hatte wohl auch keinen F\u00fchrerschein, denn Gerda, eine Omi aus dem Senioren Kr\u00e4nzchen fl\u00fcsterte und flehte uns an, <em>&#8222;bitte keine Polizei, bitte keine Polizei&#8220;. <\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Womit wir direkt einverstanden waren, denn der Geruch von Ganya, den wir v\u00f6llig cool aber dennoch entsetzt ausgeschwitzt hatten, verbreitete sich so langsam im ganzen Ortskern von Tecklenburg.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Wir mussten unsere Plakatierung mit der Luxus Karre j\u00e4h abbrechen und Joe lief erneut um das Auto und bog die Bleche grade.. <\/p>\n\n\n\n<p>Wir reparierten die abgerissenen Schl\u00e4uche zu K\u00fchler mit Gaffa Klebe Band und machten den edlen Schrotthaufen wieder fahrbereit. <\/p>\n\n\n\n<p>&#8230;und die Eltern warnten uns noch, wir sollten das Auto nur aus der Werkstatt in Osnabr\u00fcck abholen und auf direktem Weg nach Bonn fahren. <\/p>\n\n\n\n<p>Die waren ausgerechnet, in Osnabr\u00fcck, wo wir gerade waren und wo sich mein Office befand, am Lotter Kreuz, auf dem Weg zu einer Beerdigung nach Hamburg, liegen geblieben.<\/p>\n\n\n\n<p> Wir haben uns bei der R\u00fcckf\u00fchrung nsch Bonn dann gedacht, noch auf dem Weg etwas zu plakatieren und vorher noch ne Tafel Schokolade \ud83c\udf6b Haschisch gekauft, damit die Arbeit f\u00fcr uns einen <em>h\u00f6heren Sinn<\/em> erg\u00e4be.\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><em>Die Eltern waren voll im Arsch vor Freude, als sie ihr Auto in Empfang genommen haben und Joe stand da wie ein katholischer J\u00fcngling, der jeden Joint den er auf dem Weg nach Hause im Auto rollte beichtete, um damit die Tr\u00e4nen in den Augen der Mutter zu trocknen.<\/em> Der Vater war ein Gl\u00fcck nicht zuhause.<\/p>\n\n\n\n<h2>MADAM MEDUSA here we come!<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"Madam Medusa - UB40 (1980)\" width=\"701\" height=\"526\" data-src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/z1t2mGUaV-I?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAAAAACH5BAEKAAEALAAAAAABAAEAAAICTAEAOw==\" class=\"lazyload\" data-load-mode=\"1\"><\/iframe>\n<\/div><figcaption>UB 40 Bremen Weserstadion<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Eine \u00e4hnliche Story hatten wir in Bremen, auf dem Weg zum U2 oder war es ein UB40 Konzert, schon vergessen, -wo wir allerdings, trotz aller M\u00fche die wir uns gaben, ohnehin nie ankamen, <em>denn Joe, war mal wieder mit dem Auto seiner Eltern unterwegs<\/em>. <\/p>\n\n\n\n<p>Die EdelKarre, poliert und gewaschen, erneut frisch am Start. Ich bin mir bis heute nicht sicher, wer Schuld hatte, Joe oder die Strassenbahn. <\/p>\n\n\n\n<p>Ich weiss noch, die Sonne brach gerade durch die Wolkendecke, als Joe mit der Limosine links abbiegen wollte, was allerdings der Strassenbahn, die nur gradeaus kann, nicht gefiel. <\/p>\n\n\n\n<p>Entweder war der Fahrer der SBahn eifers\u00fcchtig auf uns Hippies, das wir mal wieder zum Festival fuhren, w\u00e4hrend er das Bremer Volk mit seiner Affenschaukel, von Haltestelle zu Haltestelle schaukeln musste. <\/p>\n\n\n\n<p>Jedenfalls sass Joe unser Fahrer pl\u00f6tzlich bei mir auf dem Scho\u00df und mit mir zusammen auf dem Beifahrersitz, wo ich eigentlich gerade ins Bremerland hinaus tr\u00e4umte, und die Bremer girls, lebendigen Blickes, beim Vorbeifahren, in den Parkanlagen abcheckte.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber es gab auch einen guten Grund, warum er den fliegenden Sitzplatzwechsel, so abrupt vornahm, denn die Strassenbahn hatte unserer gr\u00fcnen links Abbieger Ampel, die Vorfahrt genommen und schob uns nun, mitsamt frisch gewaschener und im Sonnenlicht hochgl\u00e4nzend schimmernden Limosine, ca 6 meter geradeaus \u00fcber die Schienen.<\/p>\n\n\n\n<p> <strong>Das war einer echter Schienenersatzverkehr. <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nur sehr kurze Zeit darauf, sah man, wie das Bremer Volk fluchtartig die Strassenbahn verliess. Endstation, Sackgasse Steintor, und unser Auto war mal wieder Schrott, die Politur war ab vom Lack und der der Strassenbahn, um das in Balance zu bringen, ebenfalls. <\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2>Voll Stoff voll Gas<\/h2>\n\n\n\n<p>Dabei sprachen die Eltern noch zu Joe, bevor sie auf eine lang ertr\u00e4umte Weltreise gingen, oder f\u00fcr den Verfassungsschutz untertauchten (Joes Vater arbeitete f\u00fcr den BND).<\/p>\n\n\n\n<p>Sie mahnten ihn, mit <em>angespitzten Zeigefinger<\/em>, er m\u00f6ge sich bitte nicht an den Autoschl\u00fcsseln in der Kommode vergreifen. <\/p>\n\n\n\n<p>Joe aber aber sah das anders, wollte unbedingt mit uns ins Konzert, ich hatte schliesslich Freikarten weil ich f\u00fcr die Bands <strong>wild plakatiere<\/strong> und von Bonn nach Bremen zu trampen, wie sonst \u00fcblich in dieser Zeit, fiel ihm nicht ein. <\/p>\n\n\n\n<p>Also gab er voll Stoff voll Gas, bis die SBahn uns knutschte, das Steintor zur Sackgasse wurde und unsere Tr\u00e4ume, j\u00e4h geweckt, sich zum wahren Alptraum entwickelten.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich werde niemals die Cops vergessen. Die kamen an, sahen unsere komplett auf links gekrempelt und vollst\u00e4ndig zerbeulte Autoh\u00e4lfte und die eingedr\u00fcckte Schnauze, der tats\u00e4chlich noch funktionst\u00fcchtigen im Notfallmodus, viel zu hell, orange blinkenden Strassenbahn und b\u0155\u00fcskierten sich auch noch lautstark, ob wir nicht andere Probleme h\u00e4tten als sie wegen so nem Scheiss zu rufen. <\/p>\n\n\n\n<p>Diese Szene errinnerte mich an Omi Gerda, die bei unserem ersten Unfall, mit dem Senioren Kr\u00e4nzchen in ihrem Passat am Zebrastreifen, oben in der Geschichte, ihrem Fritz ins Ohr riet &#8222;keine Polizei bitte, keine Polizei&#8220;&#8230;das dachte ich in diesem Moment auch. Die bringts eh nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Nicht nur Berlin braucht keine Polizei, im Rest der Welt sieht es nicht grossartig anders aus. Das zu unserem damaligen weitverbreitetem Mainstream! Ganz Berlin hasste wirklich die Polizei und im restlichen westlichen Teil sah das nicht anders aus.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2>Joe kippt aus dem Auto direkt vor die F\u00fcsse der Polizisten<\/h2>\n\n\n\n<p>Ich habe Joe danach nie wieder gesehen, schade eigentlich, denn ich mochte ihn, der war verdammt locker unterwegs.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Aber mit solchen bescheuerten Geschichten kann ich die Autobahn pflastern. Das waren nur die eher, harmlosen Nebeneffekte, oder sagen wir <em>Nebenwirkungen, Beiwerk des Lebens, auf der  st\u00e4ndig unaufhaltsamen Suche nach dem wir<\/em> und dem Highway 2 Hell.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Willi-Joe- Die Panzerknacker &amp; der F\u00fchrerschein! Autos waren immer genauso wichtig, wie die Hundek\u00f6ttel auf dem B\u00fcrgersteig. 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